Slovenian International in Lendava 13.-16. Mai
Gecoacht von Nationalteamtrainer John Dinesen startete ich im ersten Satz mit sehr druckvollem und offensivem Spiel und konnte diesen mit 21:16 für mich entscheiden.
Im zweiten Satz versuchte ich nach Anweisung von John weiterhin druckvoll aber geduldig zu agieren. Dies gelang mir Phasenweise wieder ganz gut, jedoch konnte sich Yakauchuk besser auf mein Spiel einstellen und dies somit offener gestalten.
Letztlich konnte ich nicht konsequent genug meine Taktik durchziehen und musste den Satz in der Verlängerung 22:20 abgeben.
Im Entscheidungssatz konnte ich eine 16:12 Führung herausspielen. Durch eine kurzzeitige Konzentrationsschwäche meinerseits konnte Yakauchuk aber wieder bis auf 18:18 herankommen.
Schlussendlich gelang es mir durch einen Push auf die Linie und einem anschließenden Netzroller den ersten Matchball herauszuspielen und diesen auch direkt zum 21:19 Sieg verwerten!
In der zweiten Runde traf ich auf den jungen Tschechen Jaroslav Holecek. In diesem Spiel hatte ich keine größeren Probleme mich durchzusetzen und konnte nach belieben mit meinen Angriffschlägen punkten. Das Spiel ging nach 18 Minuten 21:14 und 21:4 an mich.
Somit war die große Chance ins Hauptfeld zu gelangen weiterhin gewahrt.
In Runde drei wartete nun der Russe Nikolay Ukk, der zuvor den starken schwedischen Nachwuchsspieler Mattias Borg in drei Sätzen bezwingen konnte.
Ich wusste also, dass es ganz schwer werden wird, mich gegen den spielerisch sowie läuferisch starken Russen durchzusetzen.
Ich startete im ersten Satz sehr konzentriert ins Match und konnte bis zur ersten Pause das Match recht offen halten. Nach der 11er Pause riss mir der Faden und ich konnte die Konzentration nicht weiter konstant aufrecht erhalten, sodass mir viele leichte Fehler unterliefen. Schließlich musste ich den ersten Satz mit 21:11 abgeben.
Im zweiten Satz fing Ukk sehr druckvoll an und ich konnte meine Schläge meist schlecht oder zu spät setzen.
In der 11er Pause schärfte mir John ein, dass ich es dem Russen nicht zu leicht machen dürfte indem ich immer versuchte direkt auf den Punkt zu gehen und so viele unerzwungene Fehler machte, sondern geduldig zu bleiben und in längere Ballwechsel zu gehen.
Schließlich schaffte ich es noch mich auf 16:15 heranzukämpfen.
Leider schaffte ich es nicht den Kampf bis zum Schluss des Satzes erfolgreich weiterzuführen, da ich schlussendlich wieder zu viele unerzwungene Fehler produzierte.
Natürlich war die Enttäuschung über das aus im Qualifinale sehr groß, jedoch war ich mit meiner gezeigten Leistung nicht ganz unzufrieden.
Ich konnte durchaus feststellen, dass sich durch das tägliche Training am Nationalkaderstützpunkt in Wien meine Leistung in den letzten Monaten um einiges steigerte.
Somit schaue ich sehr zuversichtlich auf meinen nächsten Einsatz bei den Spanish International kommende Woche.
Dieses Turnier der Intern. Challenge Kategorie findet von 20.05. - 23.05. in Madrid statt.
Ich werde euch natürlich auch von diesem Turnier Bericht erstatten.
Michi T.
Verfasst am 17. Mai 2010