Saisonabschluss Spanish Open 20.05 – 23.05 in Madrid
Ich wusste, dass es keine leichte Aufgabe werden würde gegen ihn zu gewinnen, hatte aber nach dem Einspielen im Marques de Samaranch einen guten „touch“ und fühlte mich sehr wohl auf dem court in der sehr weitläufigen und hohen Sporthalle.
Ich ging durch die guten letzten Spiele bei den Slovenian Int. in Lendava mit großem Selbstvertrauen ins Spiel hinein.
Nach offenem Schlagabtausch und beim Stand von 11:10 für mich löste sich auf der Seite des Schweizers die Matte und wir mussten eine Pause von ca. 10 Minuten einlegen weil diese neu geklebt werden musste.
Ich war sehr verärgert über diese Zwangspause, da ich gerade zu diesem Zeitpunkt halbwegs warm gespielt war.
Nachdem das Spiel wieder aufgenommen wurde, war ich völlig verunsichert und mein Gefühl und das Vertrauen in meine Schläge waren wie weggeblasen.
Ich schaffte es leider absolut nicht mehr den Gegner in lange rallies zu zwingen und musste Punkt für Punkt, meist sehr leichtfertig, abgeben.
Somit endete der erste Satz 21:14 für Heiniger.
Ich versuchte im zweiten Satz noch einmal voll konzentriert zu starten und geduldig aber konsequent zu agieren.
Nach dem schlechten Ende des ersten Satzes gestaltete es sich als sehr schwierig richtig ins Spiel zu kommen, da Heiniger immerwieder seine smashes sehr gut auf meinen Körper platzierte und ich keine Länge in die Schläge bekommen konnte. Noch vor der 11er Pause wiederholte sich das Szenario vom ersten Satz.
Die Matte wurde erneut geklebt und wir legten dadurch erneut eine ca. 10minütige Pause ein.
Als das Spiel weiter ging war ich nicht mehr im Stande kontrollierte Schläge zu spielen und verlor leider völlig die Konzentration.
Somit musste ich auch den zweiten Satz sehr hoch an Heiniger abgeben.
Endergebnis 21:14, 21:11.
Gerade in diesem Spiel habe ich gemerkt, das es absolut wichtig ist, die Konzentration über den Zeitraum des ganzen Spiels aufrecht zu erhalten, also vom ersten Aufschlag bis zum letzten Punkt.
Ich denke, dass ich gerade in diesem Bereich noch sehr viel arbeiten bzw. dazulernen muss um Matches nicht so leichtfertig meinen Gegner zu überlassen!
Nur so ist es möglich, die Chance zu bekommen sein ganzes Potential auszuschöpfen!!!
Nachdem ich diese Saison persönlich sportlich nicht zufriedenstellend abschließen konnte, heißt es nun umso mehr Energien in die Vorbereitung für den September zu stecken wenn die Bundesliga wieder startet und ich an den Belgian Int. Teilnehmen werde!
In diesem Sinne möchte ich mich recht herzlich bei allen bedanken, die mich in dieser Saison sportlich, finanziell sowie freundschaftlich und menschlich unterstützt und begleitet haben! In erster Linie seien hier die Verantwortlichen in meinem Verein Askö Kelag Kärnten, Kärnten Sport, John Dinesen, die Spieler des Nationalkaders sowie vor allem meine Eltern erwähnt!
Ich freue mich trotz allen Schwierigkeiten und nicht immer ganz einfachen Gegebenheiten auf die kommende Saison mit Euch und blicke dieser auf jeden Fall positiv und mit Vorfreude entgegen!
M.T.
Verfasst am 25. Mai 2010